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Kryokonservierung (Vitrifikationsmethode)

Die überzähligen befruchteten Eizellen nach einer IVF- oder ICSI-Behandlung können auf Wunsch des Patientenpaares auch eingefroren und über einen längeren Zeitraum in flüssigem Stickstoff bei –196°C gelagert werden.

Die Zellen werden im sog. Vorkernstadium, auch Pronucleus-Stadium genannt, eingefroren. Dies bedeutet, dass eine Befruchtung stattgefunden hat und bereits eine Samenzelle in das Ei eingedrungen ist, jedoch noch keine Verschmelzung des mütterlichen und väterlichen Erbgutes zu einem Zellkern vollzogen wurde. So ist eine Eizelle im Vorkernstadium noch kein Embryo im Sinne des Embryonenschutzgesetzes und darf kryokonserviert werden.

kryokonservierung

In einem späteren Zyklus können diese befruchteten Eizellen dann wieder aufgetaut und nach einer Weiterentwicklung zu Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt werden. (Embryotransfer, hier Kryotransfer genannt). Beim Auftauvorgang kann es passieren, dass ein Teil der Eizellen an Vitalität verliert und diese Zellen sich nicht weiterentwickeln. Sie stehen dann für einen Transfer nicht zur Verfügung. Aber in der Regel haben wir eine Auftaurate von >90 % intakter Zellen.

Dieses bewährte und sichere Verfahren ermöglicht mehrere Embryoübertragungen ohne erneute Stimulation und operativen Eingriff unter Narkose. Das bedeutet wir können die Embryonen in einem normalen Menstruationszyklus zum optimalen Zeitpunkt zurückgeben. Die andere Möglichkeit der Vorbereitung auf den Kryotransfer ist eine leichte Stimulation mit Hormontabletten. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nach dem Kryotransfer ist etwas niedriger als bei einem primären IVF/ICSI –Zyklus und liegt bei 20-30%. Die Kryokonservierung stellt jedoch eine zusätzliche Möglichkeit schwanger zu werden, mit einer geringeren Belastung der Frau, dar.

Dieses Verfahren wird in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen. Informieren Sie sich aber trotzdem vorab, ob eine Übernahme der Kosten in Ihrer speziellen Situation doch möglich ist.

Seit einiger Zeit können auch unbefruchtete Eizellen erfolgreich eingefroren und wieder aufgetaut werden. Diese Methode ist zum Beispiel sinnvoll für Patientinnen, die sich einer Chemo- und/oder Strahlentherapie mit nachfolgender Sterilität unterziehen müssen (Fertiprotect). Außerdem können junge Frauen auch aus verschiedenen anderen Gründen ihre Eizellen für späteren Kinderwunsch kryokonservieren und einlagern lassen.

Selbstverständlich haben wir auch mit dem Einfrieren und Lagern von Samenzellen langjährige Erfahrung. Auch männliche Patienten können vor einer Chemotherapie, einer Strahlentherapie, einer Sterilisation oder aus sonstigen privaten Gründen ihre Spermien für späteren Kinderwunsch kryokonservieren und über längere Zeit einlagern lassen.

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